Geschichte des Hauses

Die Kálmán-Villa blickt auf eine bewegte Geschichte zurück.

Die Villa wurde 1909 von Stadtbaumeister Hans Kazda im Stil des späten Historismus errichtet. Architekt Heinz Rollig führte mehrere Erweiterungen durch, die Eigentümer wechselten mehrmals. Emmerich Kálmán, ungarischer Operettenkomponist, erwarb die Anlage im Jahr 1934 und lebte hier bis zu seiner Emigration im Jahr 1938.

Im zweiten Weltkrieg diente das Haus als Lazarett der Deutschen Wehrmacht und als Quartier der amerikanischen Besatzung, von 1946 bis 1948 wohnte hier US-Captain Howard Kelly, Gründer der bekannten Snack-Herstellerfirma in Wien, mit seiner Familie. Danach stand die Villa mehrere Jahre leer.

1960 bis heute. Im Jahr 1960 errichtete die Österreichische Kulturgemeinschaft in der einigermaßen heruntergekommenen Villa ein Studentinnenheim und Kulturzentrum. Mit wenig Mitteln, aber viel Einsatz machte ein junges Leitungsteam mit zahlreichen freiwilligen Helfern das Gebäude bezugsfertig.

Im Oktober 1960 wurde das Heim eröffnet. Die Studentinnen sind – den bescheidenen Ansprüchen der damaligen Zeit entsprechend – in Zwei-, Drei- und sogar Fünf-Bett-Zimmern untergebracht. Im Jahr 1971 setzt das Haus neue Standards: An der Rückseite der Villa wird ein dreistöckiger Zubau mit Einzelzimmern errichtet.

Im Jahr 2003 weiht Kardinal Franz König eine Gedenktafel, die an den Besuch des heiligen Josefmaria Escrivá im Haus am 23. Juli 1963 erinnert.

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